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Journalisten wollen verhandeln

Nachfolgend ein Brief, der unser Postfach in den nächsten Stunden an rund 700 Adressen verlassen wird. Deren Inhaber sind unter anderem Landtagsabgeordnete, Politiker aus Region und Stadt, Entscheidungsträger der Wirtschaft, Professoren und Prominente aus Kultur und Sport. Menschen also, mit denen wir im täglichen Kontakt stehen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben versprochen, Sie über die Entwicklungen in dem seit einem Jahr schwelenden Tarifkonflikt zwischen Verlegern und Tageszeitungsredakteuren auf dem Laufenden zu halten:

98 Prozent der gewerkschaftlich organisierten Redakteurinnen und Redakteure der Tageszeitungen in Baden-Württemberg haben sich bei der Urabstimmung für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Die Beteiligung an der Abstimmung war mit 85,2 (Deutsche Journalisten Union in Verdi) und 78,3 Prozent (Deutscher Journalisten Verband) hoch.

Die Verlegerseite hat in der laufenden Urabstimmung erklärt, sie werde „nicht tatenlos zusehen, wie Gewerkschaften mit überkommenen Streikritualen den insgesamt schwierigen Veränderungsprozess in der Zeitungslandschaft in unerträglicher Weise behinderten und Arbeitsplätze in hohem Maße gefährden.“ (www.bdzv.de).

Unsere Gewerkschaften haben ein klares Verhandlungsmandat: Nach acht ergebnislosen Runden wenden wir uns an die Verleger in Baden-Württemberg. Wir setzen darauf, dass diese Verleger die seit Jahrzehnten gepflegte Tarifpartnerschaft in gegenseitigem Respekt erhalten wollen.

Unsere Gewerkschaften bieten für Verlage, die sich in wirtschaftlicher Not befinden, unter definierten Voraussetzungen betriebliche Öffnungsklauseln an. Diese sind bundesweit in vielen Branchen üblich. Damit wären befristete Gehaltsabsenkungen möglich.

Unser Kampf für den Qualitätsjournalismus geht weiter, auch in der Öffentlichkeit:

Wir laden Sie für Freitag, 22. Juli, von 11 bis 18 Uhr in das Haus der Kirche an der Königstraße 7 in Stuttgart ein. Dort diskutieren der Sternekoch Vincent Klink, der Sprachkünstler Timo Brunke, der Porsche-Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück, der Zauberkünstler Topas und der Ballettstar Eric Gauthier mit uns.

In der kommenden Woche werden wir mit einer Lichtaktion unter dem Titel „Worte sind wertvoll“ in der Stuttgarter City auf unser Anliegen aufmerksam machen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Redakteurinnen und Redakteure der Tageszeitungen

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Über streikblog0711

Stuttgarter Journalisten im Streik

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