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Solidarität

„Nicht den Denkanteil am Lohn sparen“

Die SPD-Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat lässt uns wissen, dass sie an unserer Seite steht. „Wir wissen, dass guter Journalismus eine unabdingbare Voraussetzung für gute Politik ist. Kritische, anspruchsvolle, kompetente Berichterstattung ist nur bei angemessener Bezahlung möglich“, schreibt die Fraktionsvorsitzende Roswitha Blind. Der Schwieberdinger Landtagskandidat und Betriebsrat bei Bosch, Peter Schimke, befürchtet dass, sich „die Schere zwischen der Kapitalseite und den Beschäftigten weiter zu Ungunsten der Beschäftigten“ öffnen würde, sollte es den Verlegern gelingen, ihre Forderungen durchzusetzen. „Deshalb muss ihre Auseinandersetzung erfolgreich sein! Deutschland gehört zu den Ländern, in denen das Realeinkommen und die Arbeitsbedingungen der abhängig Beschäftigten sinken. Dieser Trend muss umgekehrt werden.“

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt die Streikenden. „Qualitative und kritische Berichterstattung ist nur möglich, wenn die Arbeitsbedingungen in den Redaktionen nicht weiter verschlechtert werden. Warum sollen Lehrerinnen und Lehrer weiter für Projekte wie Zeitung in der Schule werben, wenn die Grundlagen für eine seriöse Berichterstattung nicht mehr gegeben sind“, teilte die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz mit.

Und aus Rechberghausen erreicht uns die Nachricht eines „kritischen Zeitungslesers (bald 70) und evangelischen Pfarrers im Ruhestand. Friedemann Binder schreibt: „Klar ist, dass man für Hofberichterstattung aus Rathaus oder Regierung keine denkenden Schreiber braucht, man also als Arbeitgeber den Denkanteil im Lohn einsparen will.“ Er sei daher „herzlich verbunden im Ziel, kritischen Journalismus in unserem Land zu erhalten“.

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Über streikblog0711

Stuttgarter Journalisten im Streik

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