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Reaktionen, Solidarität

Bewusste Täuschung der Leser

Unter den streikenden Redakteuren nimmt der Ärger über die Anzeige des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in der Samstagausgabe der Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung zu. Anhand eigener Recherchen (BDZV-Anzeige) weisen sie nach, dass die Verleger mit falschen oder irreführenden Zahlen operieren – und werten dies als Verschleierungsversuch und bewusste Täuschung der Leser und Abonnenten.

Aus eigenem Antrieb hat am Wochenende auch die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete der SPD, Ute Vogt, reagiert. Der Blick in die Zeitung habe sie zornig gemacht, schreibt sie und nennt die Anzeige „eine Frechheit“ – aus denselben Gründen, die auch die Streikenden anführen. „Hier wird so getan, als ginge der Streik allein darum, die Kürzung von 13,75 auf 13 Gehälter zu verhindern. Das ist alles andere als eine seriöse Argumentation, die Kennzeichen meiner Tageszeitung sein sollte!“ Den Journalisten spricht sie ihre „Hochachtung vor Ihrem Streik zur Sicherung von Qualität und vor Ihrer Solidarität zu den Berufsanfängern“ aus.

In diesen Minuten beginnt im Stuttgarter DGB-Haus, Willi-Bleicher-Straße 20, die landesweite Streikversammlung. Um 12.30 Uhr wird der Stellvertretende Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Minister für Wirtschaft und Finanzen, Nils Schmid (SPD) erwartet.

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Über streikblog0711

Stuttgarter Journalisten im Streik

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  1. Pingback: Der doppelte Kontext « streikblog0711 - 27. Juli 2011

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